Mit einem Hund nach Korsika aufzubrechen, regelt sich nicht beim Anbordgehen, sondern im Moment der Buchung. Die vier Reedereien, die die Insel bedienen, akzeptieren Tiere, und alle verlangen, sie im Voraus anzumelden. Über diesen gemeinsamen Punkt hinaus teilen sie sich in zwei Philosophien: bei den einen schläft das Tier in einer eigenen Kabine, neben seinem Herrchen; bei den anderen verbringt es die Überfahrt im Zwinger, in einer Box. Hier ist, was jede Reederei auf ihren eigenen Seiten veröffentlicht, der Reederei zugeschrieben, ohne einen einzigen Preis — In Tempu erhebt keine Tierpreise. Für die Wahl des Schiffes selbst wägt mit der Fähre nach Korsika das Für und Wider ab — Praktikabilität, Budget und CO₂-Bilanz.
Tierkabine oder Zwinger: zwei Arten zu reisen
Die Trennlinie ist klar. Laut Corsica Ferries darf der Hund sein Herrchen in speziellen Kabinen mit antibakteriellem Boden begleiten, ebenso in bestimmten öffentlichen Bereichen und im Restaurant, in festgelegten Zonen. Moby Lines nennt dasselbe Prinzip auf der Kabinenseite: Tierkabinen mit Linoleumboden, mit einer desinfizierten geruchshemmenden Matte, die bis zu drei Tiere aufnehmen, plus die offenen Außendecks für die Ausgänge.
Corsica Linea und La Méridionale folgen der umgekehrten Logik. Laut Corsica Linea sind seit November 2018 Tiere in den Passagierbereichen nicht mehr zugelassen: sie reisen im Zwinger, in einer einzelnen gesicherten und belüfteten Box, mit Zugang zu einer Wasserstelle, auf allen Schiffen. La Méridionale beschreibt einen klimatisierten Zwinger mit Einzelboxen und fügt eine Option hinzu, die die anderen nicht erwähnen: laut der Reederei kann das Tier auch im Fahrzeug seines Herrchens bleiben, bei einem leicht geöffneten Fenster. Umgekehrt zu beachten: Corsica Ferries verbietet ausdrücklich, das Tier während der Überfahrt im Fahrzeug auf dem Garagendeck zu lassen, was sie als Lebensgefahr bezeichnet.
Ein Detail trennt die beiden Zwingermodelle noch. La Méridionale weist darauf hin, dass man sein Tier während der Überfahrt nicht besuchen kann. Corsica Linea hebt ihrerseits belüftete Boxen mit Wasserstelle hervor, ohne dieselbe Einschränkung anzuzeigen.
Der Maulkorb: fast überall verlangt
Keine der vier Reedereien verzichtet auf den Maulkorb, aber die Anforderung hat nicht dieselbe Reichweite. Corsica Ferries ist am weitesten gefasst: laut der Reederei muss jeder Hund an der Leine geführt und an Bord mit Maulkorb versehen sein. Moby Lines verlangt, Maulkorb und Leine mitzubringen und während der Überfahrt Halsband oder Geschirr anzubehalten.
Bei den beiden Zwinger-Reedereien zielt der Maulkorb auf kategorisierte Hunde. Laut La Méridionale ist er für Hunde der 1. und 2. Kategorie während des gesamten Aufenthalts an Bord erforderlich. Laut Corsica Linea gilt er für Hunde der 2. Kategorie, an der Leine geführt und im Zwinger untergebracht — Hunde der 1. Kategorie hingegen sind an Bord nicht zugelassen. La Méridionale akzeptiert diese Hunde der 1. Kategorie im Zwinger, mit Maulkorb: das ist eine konkrete Abweichung zwischen den beiden Reedereien für dasselbe Tierprofil.
Die Papiere: Chip, Tollwutimpfung, Pass
Die Grundlage ist regulatorisch, bevor sie kommerziell ist. Der europäische Rahmen für die nicht kommerzielle Verbringung von Heimtieren beruht auf drei Bestandteilen: der Kennzeichnung durch Mikrochip (oder lesbare Tätowierung), einer gültigen Tollwutimpfung und einem europäischen Heimtierausweis, ausgestellt von einem Tierarzt. Moby Lines verweist ausdrücklich auf diese Gemeinschaftsregelung für die Einreise nach Frankreich.
Jede Reederei setzt diese Grundlage auf ihre Weise um. Laut Corsica Ferries braucht es einen von einem Tierarzt ausgefüllten europäischen Pass, eine aktuelle Tollwutimpfung, eine Kennzeichnung durch Chip oder Tätowierung und einen Hund, der älter als 15 Wochen ist. Moby Lines fügt eine ärztliche Untersuchung vor der Abfahrt hinzu. Corsica Linea verlangt einen Impfpass oder europäischen Pass mit aktuellen Impfungen und Entwurmungsbehandlungen. La Méridionale verweist auf ihrer den Hunden gewidmeten Seite auf ihre Rubrik „notwendige Dokumente", ohne die gesundheitlichen Anforderungen zu detaillieren: an diesem genauen Punkt veröffentlicht die Reederei die Liste nicht an derselben Stelle.
Das Tier buchen: nie ein Versäumnis in letzter Minute
An diesem Punkt sind sich die vier Reedereien einig. Laut Corsica Ferries muss das Tier bei der Buchung angemeldet und seine Überfahrt bezahlt werden. Corsica Linea lässt die Zwingeroption bei der Buchung auswählen. La Méridionale verlangt, dass das Tier auf der Buchung erscheint. Moby Lines verlangt, ein Ticket für das Tier zu kaufen, und warnt, dass die Zahl der Tierkabinen begrenzt ist: man muss die Verfügbarkeit prüfen. Die Tierkabine läuft daher, bei Corsica Ferries wie bei Moby Lines, auf frühzeitiges Buchen hinaus.
Und für eine Katze?
Die Katze folgt denselben Grundregeln wie der Hund, mit zwei Unterschieden: sie reist in einer Transportbox oder einem Transportkorb, nie an der Leine, und keine Reederei schreibt ihr einen Maulkorb vor — diese Anforderung gilt nur dem Hund.
Beim Behältnis sind sich die vier Reedereien einig. Laut Corsica Ferries muss die Katze in einer Transportbox oder einem Transportkorb bleiben, während der gesamten Überfahrt in der Nähe ihres Herrchens. Corsica Linea schreibt es schwarz auf weiß: Katzen und andere kleine Tiere reisen in Transportboxen, untergebracht in geeigneten Boxen. La Méridionale empfiehlt eine geeignete Transportbox für kleine Katzen, die im den Tieren vorbehaltenen Abteil aufzustellen ist. Moby Lines detailliert ihrerseits auf ihrer „Tiere"-Seite keine katzenspezifische Regel: das Behältnis wird dort auf der Katzenseite nicht präzisiert.
Der Ort, an dem die Katze die Überfahrt verbringt, greift die schon beim Hund gesehene Trennlinie auf. Laut Corsica Ferries bleibt die Katze bei ihrem Herrchen, in ihrer Box, und nicht im Zwinger. Laut Corsica Linea reist sie im Zwinger, in einer geeigneten Box, seit Tiere in den Passagierbereichen nicht mehr zugelassen sind. La Méridionale ordnet die Katze ausdrücklich unter die aus Kabine, Salon und Deck verbannten Tiere ein — „Hund, Katze, Vogel, Hamster…" — und lässt ihr die Wahl zwischen dem klimatisierten Zwinger und dem Fahrzeug des Herrchens. Moby Lines lässt Tiere, die Katze eingeschlossen, in ihren dedizierten Kabinen mit Linoleumboden zu, mit einem Höchstmaß von drei pro Kabine, und auf den Außendecks.
Die Papiere ändern sich ihrerseits nicht je nach Art. Der europäische Rahmen — Chip oder Tätowierung, gültige Tollwutimpfung, von einem Tierarzt ausgestellter Pass — gilt für die Katze wie für den Hund. Moby Lines nennt die Katze im Übrigen namentlich für die Einreise nach Frankreich. Corsica Linea verlangt einen aktuellen Impfpass oder europäischen Pass, gültig schon ab dem Kätzchen. Corsica Ferries und La Méridionale detaillieren auf der eingesehenen Seite keine katzenspezifische Liste: an diesem Punkt verlässt man sich besser auf die gemeinsame regulatorische Grundlage. Wie beim Hund wird die Katze bei allen vier Reedereien bei der Buchung angemeldet.
Was es kostet: die ehrliche Antwort
In Tempu vergleicht Überfahrtspreise, erhoben und datiert auf den Websites der Reedereien, erhebt aber keine Tiertarife — sie hängen von der Größe des Tieres, von der Formel (Zwinger, Tierkabine) und von jeder Reederei ab. Wir veröffentlichen dazu also keinen Betrag. Nachprüfbar ist die Existenz eines Aufpreises: Corsica Ferries und Corsica Linea berechnen die Beförderung des Tieres, und Moby Lines lässt ein Ticket für es kaufen. La Méridionale ihrerseits zeigt auf ihrer den Hunden gewidmeten Seite keinen Tarif an. In jedem Fall wird der genaue Betrag im Moment der Buchung geprüft, direkt bei der Reederei.
Ein Anhaltspunkt zur Entscheidung: wenn Ihr Hund es schlecht verträgt, von Ihnen getrennt zu sein, bieten ihm nur Corsica Ferries und Moby Lines eine Kabine an Ihrer Seite; bei Corsica Linea verbringt er die Überfahrt im Zwinger, und bei La Méridionale im Zwinger oder in Ihrem Fahrzeug, ohne mögliche Besuche unterwegs.